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Kritik an Tierhaltungskennzeichnung für Außer-Haus-Markt durch EU-Kommission bestätigt

Veröffentlicht: Aug 26, 2026
Kritik an Tierhaltungskennzeichnung für Außer-Haus-Markt durch EU-Kommission bestätigt

Ein breit aufgestelltes Bündnis von Fachverbänden äußert deutliche Bedenken hinsichtlich der Absicht des Ernährungsministeriums, die geplante Kennzeichnung der Tierhaltungsbedingungen auch auf den Außer-Haus-Markt auszuweiten. Diese Organisationen, zu denen unter anderem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) gehören, fühlen sich in ihrer kritischen Haltung durch die jüngsten Äußerungen der Europäischen Kommission bestärkt. Die Kommission hat ihrerseits Vorbehalte gegen eine solche Maßnahme geäußert, was die Position der Verbände weiter untermauert und ihre Forderung nach einer Überarbeitung der Pläne bekräftigt.

Die kontroverse Diskussion dreht sich um die potenzielle Einführung einer verpflichtenden Kennzeichnung für tierische Produkte in Restaurants, Kantinen und anderen Einrichtungen, die Speisen und Getränke außerhalb des privaten Haushalts anbieten. Die Gastronomieverbände argumentieren, dass eine solche Kennzeichnung in der praktischen Umsetzung erhebliche Herausforderungen mit sich bringen würde. Sie befürchten einen immensen bürokratischen Aufwand, der insbesondere kleinere und mittelständische Betriebe unverhältnismäßig belasten könnte. Zudem wird angeführt, dass die Rückverfolgbarkeit vieler Produkte, die in der Großgastronomie verwendet werden, komplex ist und eine lückenlose Kennzeichnung der Haltungsformen der Tiere nur schwer oder gar nicht realisierbar wäre.

Die Kritik des Verbändebündnisses wird auch durch die Sorge um Wettbewerbsnachteile verstärkt. Sollte Deutschland eine solche Kennzeichnung im Außer-Haus-Markt einführen, während andere EU-Staaten darauf verzichten, könnten deutsche Gastronomiebetriebe im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn benachteiligt werden. Dies könnte zu Wettbewerbsverzerrungen führen und die ohnehin schon angespannte wirtschaftliche Lage vieler Betriebe weiter verschärfen. Die Verbände plädieren stattdessen für praktikable Lösungen und einen Dialog, der die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und eine praxistaugliche Umsetzung ermöglicht, ohne die Branche zu überfordern. Sie fordern das Ernährungsministerium auf, die Einwände ernst zu nehmen und die Pläne kritisch zu überdenken.

Die Bedenken der Verbände bezüglich der Einführung einer Tierhaltungskennzeichnung im Gastronomiebereich werden durch die Haltung der EU-Kommission gestärkt. Dies unterstreicht die Komplexität und die möglichen negativen Auswirkungen einer solchen Regelung auf die Branche, insbesondere im Hinblick auf den bürokratischen Aufwand und die Wettbewerbsfähigkeit.

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