Das 16. Fachsymposium Stadtgrün im Jahr 2026 beleuchtet die städtische Landwirtschaft als einen integralen Bestandteil der grünen Infrastruktur. Im Fokus stehen die vielfältigen ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Funktionen, die der Gartenbau, das Urban Gardening und die Kleingartenwirtschaft für die Artenvielfalt, Klimaanpassung, soziale Teilhabe und Lebensqualität in Städten bieten.
Fachsymposium Stadtgrün 2026: Urbane Landwirtschaft im Brennpunkt
Vom 4. bis 5. November 2026 findet in Berlin das 16. Fachsymposium Stadtgrün statt, das sich der entscheidenden Rolle der urbanen Landwirtschaft für die zukünftige Stadtentwicklung widmet. Organisiert vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), versammelt die Veranstaltung Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik.
Dr. Doreen Koltermann vom JKI hob in ihrer Eröffnungsrede die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Vorteile der urbanen Landwirtschaft hervor. Sie betonte, dass diese nicht nur zur Förderung der Artenvielfalt beiträgt, sondern auch die Klimaresilienz durch effektive Kühlung und Wasserrückhaltung stärkt. Darüber hinaus schafft sie Möglichkeiten für Bildung und soziale Integration und verbessert das Erholungsangebot sowie die Ernährungssicherheit in städtischen Gebieten.
Die Bandbreite der Diskussionen erstreckt sich von kommerziellen Gartenbaubetrieben, wie Obst- und Gemüseanbau sowie Zierpflanzenproduktion, bis hin zu gemeinschaftlich organisierten Projekten wie Urban Gardening und Kleingartenanlagen. Diese Vielfalt unterstreicht das Potenzial der städtischen Landwirtschaft, urbane Räume auf vielfältige Weise zu gestalten.
Trotz der vielversprechenden Ansätze stehen die urbanen Landwirtschaftsinitiativen vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere dem begrenzten Raum in dicht besiedelten Städten und dem Rückgang traditioneller Gartenbaubetriebe. Um langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit und eine signifikante Wirkung auf die Stadtentwicklung zu erzielen, sind innovative Konzepte erforderlich, die unterschiedliche Interessengruppen zusammenführen und potenzielle Nutzungskonflikte zwischen kommerziellen Akteuren, gemeinwohlorientierten Projekten und Erholungsflächen lösen. Die Integration der urbanen Landwirtschaft in die Stadtplanung wird dabei als entscheidender Faktor für die Gestaltung zukunftsfähiger Städte betrachtet.
Das Fachsymposium dient als wichtige Plattform für den Austausch und die Entwicklung strategischer Lösungen, um die urbane Landwirtschaft nachhaltig in die grüne Infrastruktur der Städte zu integrieren.
Neue Perspektiven für Grüne Städte: Eine Synthese von Ökologie und Gemeinschaft
Die städtische Landwirtschaft ist weit mehr als nur das Anbauen von Pflanzen in der Stadt. Sie ist ein Katalysator für positive Veränderungen in urbanen Räumen, der ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und das Wohlbefinden der Bewohner miteinander verbindet. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben und Urbanisierung bietet die Integration grüner Infrastrukturen durch urbane Landwirtschaft innovative Lösungen. Wir erkennen, dass eine erfolgreiche Umsetzung dieser Initiativen eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadtplanung, Politik und Zivilgesellschaft erfordert, um die begrenzte Flächennutzung optimal zu gestalten und die vielfältigen Vorteile für die Stadtbewohner voll auszuschöpfen.